Unpopular opinion: Es kommt drauf an!
Meine unpopular opinion

Es ist unter Juristen weit verbreitet, ansonsten leider eine ziemliche unpopular opinion: Es kommt drauf an.
Differenzierung kommt heutzutage oft nicht besonders gut an.
Viele Menschen wollen eine klare, einfache Vorgabe. Etwas, das sie tun können. Am besten sofort.
Der Markt und die Marketing bubble haben längst darauf reagiert.
Business Coaches und Mentoren predigen überall:
- „Mach es nicht so kompliziert.“
- „Eine Idee pro Story.“
- „Gib einfache Antworten auf die Pain Points deiner Kunden.“
Das hat Vorteile: Wer einfache Antworten verkauft, verkauft Sicherheit.
Danach suchen viele.
Der Markt belohnt Vereinfachung
Die Kehrseite von dieser Vereinfachung: Es entsteht der Eindruck, es gäbe die eine Lösung.
Das eine Nahrungsergänzungsmittel.
Die eine Methode.
Das eine Tool, das nach vier Wochen alles richtet.
Auch die Beschwerden, die Menschen gar nicht solche wahrnehmen.
Das führt dazu, dass viele (nicht alle) Coaches, Trainer und auch Mediziner vehement für einzelne Ansätze werben:
- Eisbaden,
- Intermittierendes Fasten
- kurzum „Biohacks“ aller Art.
Die einen versprechen absolute Gesundheit durch Eisbaden, die anderen warnen eindringlich vor Kälte bei Schilddrüsenunterfunktion.
Im Ergebnis ist es oft dasselbe: Schwarz oder Weiß.
Die Wahrheit:
Für manche ist Eisbaden ein Gamechanger.
Für andere kontraproduktiv.
Gleiche Maßnahme – völlig unterschiedliche Wirkung.
Warum?
Weil Kontext zählt. Es kommt eben drauf an! (Vielleicht hätte ich doch Juristin werden sollen)
Biologie. Stresslevel. Lebensphase. Geschlecht. Zyklus. Alltag.
Tools sind Werkzeuge und die wirken immer abhängig vom System, in dem sie eingesetzt werden.
Es gibt nicht DAS Wundermittel.
Und schon gar nicht für jeden Menschen zur gleichen Zeit.
Paradoxerweise erlebe ich in Gesprächen häufig eine gewisse Verzweiflung und einen Verlust an Sicherheit: „Was denn nun?“
Wenn motivierte Menschen, sich für Gesundheit zu interessieren beginnen, tiefer einsteigen – und dann auf diese Widersprüche stoßen. Sie wollen es richtig machen.

Warum ich nicht vereinfachen will
Ich denke in Zusammenhängen
Vereinfachung war noch nie mein Ding.
Meine Stärke sind Zusammenhänge erkennen und vernetztes Denken.
Differenzierung ist mir ein tiefes Bedürfnis, wofür ich häufig Augenrollen ernte.
Je mehr Fäden ich parallel in der Hand halte, desto besser läuft mein Gehirn.
Vermutlich liebe ich genau deshalb die Auswertung von Blutbildern so sehr.
Alle Werte in Beziehung zueinander betrachten.
Im Kontext mit Beschwerden, Lebensstil, Persönlichkeit.
Eine Blutbild-Auswertung ist ein Denkprozess.
Eine Blutbild-Auswertung ist für mich kein Abhaken von Normwerten.
Sie ist ein Denkprozess.
Schon das kleine Blutbild liefert Indizien.
Fäden, die ich im Hinterkopf behalte, während ich weitere Werte analysiere.
Daraus entstehen erste Vermutungen zur Schilddrüsengesundheit, Nährstoffmängel, Entzündungsprozesse.
Diese überprüfe ich auf den folgenden Seiten des Blutbilds beim Betrachten von Hormon- und Nährstoffwerten.
Ich verfolge mehrere Fäden parallel. Immer auf der Suche nach Mustern - nicht nach DER einen Ursache.
Denn es ist selten DER Mangel eines einzelnen Nährstoffs das Problem.
Basics wirken – aber nicht immer gleich
Eine Kollegin schrieb neulich auf Instagram:
„Hört auf, krampfhaft nach der Ursache zu suchen – die Umsetzungsschritte sind eh immer dieselben.“
Ich halte sie für sehr kompetent und verstehe, was sie meint.
Bei Menschen mit durchschnittlichem Stressmanagement und einer gesellschafts-durchschnittlichen Ernährung wirken Basics wie die Reduktion des Kaffeekonsums und von Hormonstörern enorm.
Das hilft vielen. Und dennoch spürte ich sofort diesen Widerstand in mir.
Denn: Es kommt eben drauf an.
Zum Beispiel: Eine selbständige Powerfrau mit sehr niedrigen Cortisolwerten und daraus resultierender Erschöpfung. Natürlich profitiert auch sie langfristig von den basics, aber würde sie von heute auf morgen den Kaffee weglassen, hätte sie möglicherweise nicht einmal mehr die Energie, sich aus einer kräftezehrenden Beziehung zu lösen –
obwohl genau das notwendig wäre, um langfristig Stress zu reduzieren.
Menschen und Leben sind individuell und die Frau bestimmt selbst ihre Prioritäten.
In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, zeitweise mit bioidentischen Hormonen zu arbeiten.
Nicht als Dauerlösung, sondern um das System zu stabilisieren und den mentalen Druck nicht weiter zu erhöhen.
Eine andere Frau mit ähnlichen Werten, aber anderen persönlichem Umständen, kann es direkt auf „natürliche“ Weise probieren.
Gleiches Beschwerdebild.
Unterschiedliche Wege.
Bist du falsch bei mir?
Wenn du einfache Antworten suchst, wirst du sie überall finden.
Wenn du verstehen willst,
warum dein Körper tut, was er tut, dann arbeite ich genau dort mit dir.
Ich begleite Menschen.
Ich missioniere sie nicht.
Denn es kommt eben drauf an,
- auf Dich,
- dein Leben,
- deine Persönlichkeit,
- deine Umstände.
Ich will bewusst den Satz „Es ist nicht so einfach“ vermeiden. Er klingt wahnsinnig kompliziert und nach Überforderung und das trifft es nicht. (Und schon wieder kickt der Differenzierungsdran- es muss einfach immer on point sein ;-) )
Mein Fazit also:
Es ist lediglich nicht schwarz oder weiß.
Alles Liebe
Marlene
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